Lesungen

Im 25. Jahr der Wiedervereinigung hat sich der renommierte Bildjournalist Dirk Gebhardt aufgemacht, um mit eigenen Augen und Ohren zu erkunden, wie sich der Alltag in Deutschland konkret abspielt. Eine Wanderung vom westlichsten zum östlichsten Punkt Deutschlands, auf der Suche nach Antworten auf die Frage: „Wie leben die Deutschen?“ In elf Etappen wanderte er von Isenbruch im Westen nach Zentendorf im Osten, durchquerte Dörfer, Kleinstädte, Zentren und die weiten Landstriche dazwischen. Seine Devise dabei war, alle ernst zu nehmen, die ihm dabei über den Weg liefen, seien es Mönche im Kloster, Förster, Heimatforscher, Landärzte, Karnevalisten, Ziegenhirten, Dropouts, Bürgermeister, Künstler, Industriemitarbeiterinnen, Flüchtlinge oder Landwirte. 

Entstanden ist so eine „Sozial“-Reportage über die Conditio Humana der Deutschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts in 191 Fotos. So spontan, wie Dirk Gebhardt mit den Menschen ins Gespräch kam, so intensiv sind zugleich die Texte und Bilder, mit denen er ihre Welt festhielt. 

In seinem Vortrag stellt Dirk Gebhardt diesen Fotoband jenseits aller Klischees vor, berichtet von seiner ungewöhnlichen Reise und diskutiert mit uns seine Sicht zur „Lage unserer Nation“.

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Monatlich präsentiert die Germanistin und Literaturvermittlerin Martina Kuoni (Literaturspur) mittags jeweils kurzweilige und schmackhafte Literaturhäppchen im 3. OG der Bibliothek Schmiedenhof. Hermann Kesten (1900–1996) gehört zu den grossen Persönlichkeiten der deutschen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Unvergessen sind seine Porträts berühmter Kollegen, die unter dem Titel "Meine Freunde die Poeten" erschienen. Die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens verbrachte Kesten in Basel. Martina Kuoni unterhält sich mit dem Basler Gymnasiallehrer Albert M. Debrunner, der sich seit mehr als 25 Jahre mit Kesten beschäftigt. Seine Biographie über Hermann Kesten erschien dieses Jahr bei Nimbus. 

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Hermann Kesten (1900-1996) ist eine Jahrhundertgestalt. Er prägte die Literaturszene der Weimarer Republik, war eine zentrale Figur des Exils und trug wesentlich zu den Debatten der jungen Bundesrepublik bei. Er verfasste zahlreiche Romane und Erzählungen, versuchte sich als Dramatiker und schrieb Gedichte. Als Essayist machte er sich vor allem nach dem 2. Weltkrieg einen Namen. Unvergessen sind seine Porträts berühmter Kollegen, die unter dem Titel «Meine Freunde die Poeten» erschienen. Bis zuletzt blieb er ein kritischer Geist, der das Zeitgeschehen pointiert kommentierte.
Im galizischen Podwolozyska geboren, verbrachte Kesten seine Kindheit und Jugend in Nürnberg. Nach einem abgebrochenen Studium zog er nach Berlin, wo er als Lektor für den legendären Kiepenheuer Verlag arbeitete und Erfolg mit seinen ersten Romanen fand. 1933 sah er sich gezwungen, Deutschland zu verlassen. Die nächsten sieben Jahre lebte er in Frankreich und betreute von Paris aus die deutsche Abteilung des Amsterdamer Verlags Allert de Lange. 1940 floh er in die USA, wo er Hunderten die Einreise nach Amerika ermöglichte. 1949 wurde er amerikanischer Staatsbürger, zog aber Mitte der 50er Jahre nach Rom. Dort lebte er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1977. Daraufhin übersiedelte er nach Basel. Sein letztes Lebensjahrzehnt verbrachte er in einem jüdischen Altersheim in Riehen.
Kesten gehört zu den großen Persönlichkeiten der deutschen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Nach dem 2. Weltkrieg war er neben Thomas Mann und Lion Feuchtwanger der meistgelesene deutsche Autor in den USA. Bleibende Verdienste erwarb er sich zudem durch die Werkausgaben von Joseph Roth und René Schickele sowie durch literarische Porträts und Briefsammlungen zum Exil.

Der Basler Autor Albert M. Debrunner, der Kesten noch persönlich kannte, hat sich über mehr als 25 Jahre mit Hermann Kesten beschäftigt, um dessen spannendes und vielfältiges Leben erzählen zu können. «Zu Hause im 20. Jahrhundert» ist die erste Biographie über den Autor. Sie liest sich wie ein Roman. Im Rahmen von swips - Swiss Independent Publishers - bei der Buch Basel stellt er seine Biographie in der Basler Stadtbibliothek vor. 

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Zahlreiche Veröffentlichungen über Hermann Kesten sind bereits erschienen, aber bislang fehlte eine zusammenhängende Darstellung seines Lebens. Diese Lücke hat  der Schweizer Autor Dr. Albert M. Debrunner aus Basel geschlossen und stellt in der Buchhandlung Akzente in Offenburg seine Neuerscheinung: «Zuhause im 20. Jahrhundert. Hermann Kesten» - die erste Biographie über Hermann Kesten vor. 

Kesten (1900-1996) ist eine Jahrhundertgestalt. Kindheit und Jugend verbrachte er in Nürnberg, 1927 ging er als Cheflektor zum Verlag Kiepenhauer nach Berlin, 1933 ins Exil nach Paris. 1940 gelang Kesten die Flucht aus seinem französischen Exil in die USA. Dort rettete er bis zum Kriegsende, zusammen mit Thomas Mann, vom Nazi-Regime verfolgte Schriftsteller. Er prägte die Literaturszene in der Weimarer Republik und trug wesentlich zu den Debatten der jungen Bundesrepublik bei. Er verfasste zahlreiche Romane und Erzählungen, als Essayist machte er sich vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg einen Namen. Unvergessen sind seine Portraits zahlreicher berühmter Kollegen, die unter dem Titel «Meine Freunde die Poeten» mehrfach aufgelegt wurden. Kestens Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, neben Thomas Mann und Lion Feuchtwanger gehört er zu dem meist gelesenen deutschen Schriftstellern in den USA.

Die letzten Lebensjahre verbrachte er in einem jüdischen Altersheim in Basel-Riehen, wo Albert M. Debrunner ihn noch persönlich kennenlernen konnte. Nach über 25 Jahren hat er sich entschlossen, sein Wissen über den Autor Hermann Kesten der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen - und die vorliegende Biographie verfasst. Sie liest sich spannend wie ein Roman. 
Im Anschluss an die Lesung beantwortet der Kesten-Biograph Albert Debrunner bei einem Glas Wein gerne Ihre Fragen. 

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Im Oktober lüpft die Hegenbarth Sammlung Berlin den Vorhang für ein literarisches Spektakel der besonderen Art: Hugo Balls Roman FLAMETTI. Oder vom Dandysmus der Armen von 1916 war lange in Vergessenheit geraten, bis der Verleger Bernhard Echte es nach 100 Jahren wiederentdeckte und bei Nimubs neu herausbrachte. Mit seiner Mitarbeiterin Julia Knapp tingelt er gelegentlich durch die Lande, um dieses rare Juwel der Kunst- und Literaturgeschichte leibhaftig in Szene zu setzen und mit Wunderkerzen zum Funkeln zu bringen.

 

Hugo Balls Roman über Flamettis Variété-Ensemble — weltberühmt auf der Zürcher Fuchsweide: mit Ausbrecherkönigen, Feuerschluckern, den letzten Indianern vom Stamme der Delawaren, Tiroler Jodlern und weiterem pittoreskem Personal: der üppigen Mutter Dudlinger, dem Krematoriumsfritze und seiner Freundin Madame Dada. Es ist sein charmantestes, witzigstes Buch — und deswegen natürlich weitgehend vergessen, für die «happy few» aber unbegrenzt haltbar. Es erscheint hier erstmals mit dem ungedruckt gebliebenen Vorwort und beweist auch 100 Jahre nach seiner Entstehung: «Es ist eine Lust zu leben» bzw. zu lesen. Tun Sie es: Es wird Ihr Leben in ungeahnter Weise bereichern. Großes Indianer-Ehrenwort.

(N.B.: Josef Hegenbarth war ein leidenschaftlicher und häufiger Besucher in Zoo, Zirkus und Variété, auf Künstler- und Faschingsbällen!)

Ein Nimbus-Büchertisch animiert zum Blättern, Schmökern und Kaufen.

Wir bitten um Anmeldung unter programm at herr-hegenbarth-berlin.de

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Vortrag von Anke Matelowski und Lesung mit Wolfgang Immenhausen

Die Berliner Secession, eine der wichtigsten Künstlervereinigungen der Moderne in Deutschland, war Ausstellungsforum, Interessenvertretung und ein Ort persönlicher Zusammengehörigkeit, aber auch erbitterter Rivalitäten. Bislang stand nur ihre „Blütezeit“ bis 1913 im Fokus, dabei erreichte sie um 1928/29 einen neuen Höhepunkt und konnte sich bis weit in die Zeit der Naziherrschaft behaupten. Anke Matelowski hat in 15jähriger Arbeit und mit einer Vielzahl weitgehend unbekannter Quellen die Geschichte der Vereinigung neu erforscht. Sie stellt ihr Buch vor, das im Oktober bei NIMBUS erschienen ist.

 

 

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Für den Kaiser das sprichwörtliche rote Tuch, für das Berliner Bürgertum ein glanzvoller Gesellschaftsmittelpunkt, für die Künstler der Moderne das Nadelöhr zum Ruhm und Kampfplatz erbitterter Rivalitäten. Die Geschichte der Berliner Secession – ein Spiegel der Epoche. Dabei war bislang nur die "Blütezeit" bis 1913 im Fokus; was folgte galt als Abgesang – ein Vorurteil, das falscher kaum sein könnte. Anke Matelowski hat in 15-jähriger Arbeit die Geschichte der Secession, die bis 1937 reicht, grundlegend neu erforscht und stellt ihr Buch in Wort und Bild vor. 
Informationen vom Veranstalter hier

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Im Bodman-Haus, dem Literaturhaus in Gottlieben, wird Gertrud Leutenegger aus ihrem neuen Prosaband "Das Klavier auf dem Schillerstein" lesen. Nimbus-Verleger Bernhard Echte moderiert im Anschluss ein Gespräch mit der Autorin. 

Elf Texte aus den Jahren 1989 bis 2016 versammelt der Band, und bereits die Titelgeschichte «Das Klavier auf dem Schillerstein» signalisiert, was alles geschehen kann, wenn die Kräfte der Phantasie zu wirken beginnen. Dies umso mehr, als Gertrud Leutenegger im vorliegenden Band aus kleinen Alltagssituationen heraus die Ahnenreihe ihrer literarischen und künstlerischen Anregungsfiguren erstehen läßt. Der Besuch bei einem alten italienischen Augenarzt führt zu einer Begegnung mit Kleists «Marquise von O...»; aus der stockdunklen Nacht eines Tessiner Tals bei Stromausfall entwickelt sich eine Unterhaltung mit Novalis; die Erinnerung an die kindliche Faszination für die Verpackung von Zwieback Hug führt zu Viscontis legendärer «Gattopardo»-Verfilmung. Autorenkollegen wie Gerhard Meier und Giovanni Orelli erlebt man als Reisebegleiter in Österreich oder China, während aus der Landschaft des Genfersees die archaische Familiensaga von Catherine Colomb wieder lebendig wird. Dazwischen stehen Huldigungen an Dinge, Erlebnisse und Stimmungen, deren scheinbare Alltäglichkeit in Wahrheit Residuen der Poesie sind: kühle Treppenhäuser in der Tessiner Sommerhitze, morgen- und abendliche Pendlerbusfahrten in entlegene Täler oder die plötzliche Erinnerung an eine der ersten selbstgekauften Schallplatten. Am Ende fährt die Erzählerin auf den Furkapass, wo mit lächerlichen weißen Tüchern verzweifelt versucht wird, das Abschmelzen der Gletscher zu verhindern, während zugleich ein innerer Film in ihr abläuft: Wie einst Rimbaud im Winter den Gotthard überquerte – bis unter die Achseln im Schnee versinkend und der weißen Hölle nur mit knapper Not entrinnend. Es ist ein traumwandlerisches Neben- und Ineinander von Erleben und Erinnern, das die Texte bestimmt, durchdrungen von Poesie in jedem Satz.

 

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Elf Texte aus den Jahren 1989 bis 2016 versammelt der Band, und bereits die Titelgeschichte «Das Klavier auf dem Schillerstein» signalisiert, was alles geschehen kann, wenn die Kräfte der Phantasie zu wirken beginnen. Dies umso mehr, als Gertrud Leutenegger im vorliegenden Band aus kleinen Alltagssituationen heraus die Ahnenreihe ihrer literarischen und künstlerischen Anregungsfiguren erstehen läßt. Der Besuch bei einem alten italienischen Augenarzt führt zu einer Begegnung mit Kleists «Marquise von O...»; aus der stockdunklen Nacht eines Tessiner Tals bei Stromausfall entwickelt sich eine Unterhaltung mit Novalis; die Erinnerung an die kindliche Faszination für die Verpackung von Zwieback Hug führt zu Viscontis legendärer «Gattopardo»-Verfilmung. Autorenkollegen wie Gerhard Meier und Giovanni Orelli erlebt man als Reisebegleiter in Österreich oder China, während aus der Landschaft des Genfersees die archaische Familiensaga von Catherine Colomb wieder lebendig wird. Dazwischen stehen Huldigungen an Dinge, Erlebnisse und Stimmungen, deren scheinbare Alltäglichkeit in Wahrheit Residuen der Poesie sind: kühle Treppenhäuser in der Tessiner Sommerhitze, morgen- und abendliche Pendlerbusfahrten in entlegene Täler oder die plötzliche Erinnerung an eine der ersten selbstgekauften Schallplatten. Am Ende fährt die Erzählerin auf den Furkapass, wo mit lächerlichen weißen Tüchern verzweifelt versucht wird, das Abschmelzen der Gletscher zu verhindern, während zugleich ein innerer Film in ihr abläuft: Wie einst Rimbaud im Winter den Gotthard überquerte – bis unter die Achseln im Schnee versinkend und der weißen Hölle nur mit knapper Not entrinnend. Es ist ein traumwandlerisches Neben- und Ineinander von Erleben und Erinnern, das die Texte bestimmt, durchdrungen von Poesie in jedem Satz. 
Gertrud Leutenegger stellt an diesem Abend in der Buchhandlung Hirslanden Ihren neuen Prosaband erstmals vor. 

 

 

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Wie in vielen arabischen Umbruchländern ist die Gesellschaft in Ägypten tief gespalten: Hier die revolutionäre Sehnsucht nach westlicher Prägung; dort das Streben nach streng-religiöser Restauration; dazwischen das Militär, das sich die zentrifugale Situation zunutze macht, um ein neues autokratisches Regime zu installieren. Teilweise verdeckt von den machtpolitischen Auseinandersetzungen gewinnt ein grundlegender Konflikt an Bedeutung: derjenige zwischen den Geschlechtern. Auch wenn die wenigen Frauenrechtlerinnen noch kaum Gehör finden, so ist die Botschaft dennoch klar: Solange die Rechte der Frauen mißachtet werden, kann es keinen wirklichen gesellschaftlichen Fortschritt geben.
Vor diesem Hintergrund ist die Fotografin Amélie Losier mehrfach nach Ägypten gereist, um mit der Kamera der Frage nachzugehen: Was bedeutet es heute, eine Frau in Ägypten zu sein? Sie hat Frauen aller sozialen Schichten und Altersgruppen getroffen: verheiratete und unverheiratete, religiöse und säkulare, städtische und ländliche, verschleierte und unverschleierte, Frauen mit und ohne berufliche Ausbildung. Sie hat sie porträtiert und interviewt, war bei ihnen zu Hause und mit ihnen unterwegs auf den Straßen. Ihre Fotos und Interviews geben einen tiefen, facettenreichen Einblick in eine Welt jenseits der gängigen politischen Nachrichten.

In der Zürcher Modissa tauschen die Nahostexpertin Susanne Schanda und die Fotografin Amélie Losier ihre Erfahrungen aus. Beide haben in Ägypten gearbeitet und diskutieren live über Emanzipation, Rollenbilder, Klischees und Vorurteile. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Dier Veranstaltung findet im Rahmen des Festivals Zürich liest 2017 statt. Neben der Podiumsdiskussion werden auch Bilder und Fotofilme von Amélie Losier zu sehen sein. Häppchen stehen bereit- der Einlass ist um 18.30 Uhr, die Diskussion beginnt gegen 19 Uhr.

Da der Platz begrenzt ist, empfiehlt sich eine Anmeldung über diesen Link. Die Teilnahme ist kostenfrei, Ihr Einschreiben dient lediglich dazu, den Anlass bestmöglich vorzubereiten. Vielen Dank für Ihre Anmeldung!

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