Lesungen

Eine Frau hat eine Gastwohnung in New York bezogen. In der Nacht schreckt sie auf: Vorhofflimmern. Sie kennt das schon, schluckt die Notfallpille. In diesem Moment beginnt die Erzählung. Gedanken an die Kindheit kommen in ihr hoch: an die Eltern, die Geschwister, die Häuser, in denen die Familie gelebt hat. Vor allem aber kreisen ihre Gedanken um den Bruder. Seit bald acht Jahren sprechen die beiden nicht mehr miteinander, seit dem Fest in Caputh... Doch dies war nur der zufällige Anlaß einer längeren Geschichte, die an jenem Abend kulminierte, als man den 80. Geburtstag der Mutter feiern wollte. Die Erzählerin sucht nach Vorzeichen und verdeckten Hintergründen; versucht, ihrer gemeinsamen Vergangenheit wieder habhaft zu werden. Denn die längste Beziehung im Leben ist die zu den Geschwistern. Oder: «Wer Hand in Hand durch die Kindheit ging, gemeinsam auf der Lauer lag und jeden Samstag im selben Wasser badete, der sagt nicht ohne den anderen Ich» – dies weiß sie gewiß. Es sind die alten Fragen: «Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?», die den Text antreiben.

Am 18. Juni 2018 liest Kerstin Kempker - unter anderem die Autorin von «Das wird ein Fest», «Die Erfüllung der Wünsche» und «Nur die Knochen bitte» - im Literaturhaus Lettrétage in Berlin-Kreuzberg aus ihrem jüngst erschienenen Roman «Bruderherz».

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Datum und Ort
Eintritt

Am 9. August 2018 stellen wir uns, unseren kleinen aber feinen Verlag und unsere kostbarsten Bücher und Geschichten in der Buchhandlung Mahr in Langenau im Rahmen der Langenauer Lesungen vor. Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

Datum und Ort
Eintritt

Der preisgekrönte Fotograf Andreas Herzau stellt in der Zürcher Photobastei sein neustes Buch HELVETICA vor. Im dritten Stock werden einige Bilder aus der Serie ausgestellt. Der Fotograf ist ab 18.30 Uhr anwesend und steht für Gespräche zur Verfügung.
Um 20 Uhr laden wir Sie dann zu einem Künstler-Gespräch zwischen dem Fotografen und seinem Verleger Bernhard Echte ein. Sie sprechen über das Fotografieren, über Reportagefotografie, über den gefilterten Blick durch die Linse und natürlich auch über den Blick auf ein anderes Land. 

Herzau besuchte fast ein Jahrzehnt lang immer wieder die Schweiz und versucht das Land seiner Nachbarn zu ergründen, die er für ihre politische Neutralität und liberale Demokratie bewundert, deren nationale Abwehrreflexe ihm jedoch nicht verborgen bleiben. Seine Arbeit HELVETICA wird analog zu René Burris "Die Deutschen" publiziert, die Texte stammen von den in Deutschland lebenden Schweizer Dichtern Nora und Eugen Gomringer.

Datum und Ort
Eintritt

Unter der Moderation von Literaturkritikerin Christine Lötscher unterhalten sich im April der Autor Lutz Seiler und die Autorin Gertrud Leutenegger im Aargauer Literaturhaus Lenzburg. Beide Autoren werden aus neuen, teilweise sogar noch unveröffentlichten Texten lesen. Ohne Frage wird Gertrud Leutenegger auch ihr neuestes Werk «Das Klavier auf dem Schillerstein» mit im Gepäck haben.

Elf Texte aus den Jahren 1989 bis 2016 versammelt der Band «Das Klavier auf dem Schillerstein», und bereits die Titelgeschichte signalisiert, was alles geschehen kann, wenn die Kräfte der Phantasie zu wirken beginnen. Dies umso mehr, als Gertrud Leutenegger im vorliegenden Buch aus kleinen Alltagssituationen heraus die Ahnenreihe ihrer literarischen und künstlerischen Anregungsfiguren erstehen läßt. Der Besuch bei einem alten italienischen Augenarzt führt zu einer Begegnung mit Kleists «Marquise von O...»; aus der stockdunklen Nacht eines Tessiner Tals bei Stromausfall entwickelt sich eine Unterhaltung mit Novalis; die Erinnerung an die kindliche Faszination für die Verpackung von Zwieback Hug führt zu Viscontis legendärer «Gattopardo»-Verfilmung. Es ist ein traumwandlerisches Neben- und Ineinander von Erleben und Erinnern, das die Texte bestimmt, durchdrungen von Poesie in jedem Satz.

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Datum und Ort
Eintritt

Elf Texte aus den Jahren 1989 bis 2016 versammelt Gertrud Leuteneggers Band «Das Klavier auf dem Schillerstein», und bereits die Titelgeschichte signalisiert, was alles geschehen kann, wenn die Kräfte der Phantasie zu wirken beginnen. Dies umso mehr, als Gertrud Leutenegger im vorliegenden Band aus kleinen Alltagssituationen heraus die Ahnenreihe ihrer literarischen und künstlerischen Anregungsfiguren erstehen läßt. Der Besuch bei einem alten italienischen Augenarzt führt zu einer Begegnung mit Kleists «Marquise von O...»; aus der stockdunklen Nacht eines Tessiner Tals bei Stromausfall entwickelt sich eine Unterhaltung mit Novalis; die Erinnerung an die kindliche Faszination für die Verpackung von Zwieback Hug führt zu Viscontis legendärer «Gattopardo»-Verfilmung. Es ist ein traumwandlerisches Neben- und Ineinander von Erleben und Erinnern, das die Texte bestimmt, durchdrungen von Poesie in jedem Satz.

Gertrud Leutenegger steht der Moderatorin Ina Brückel auf dem Luzerner Literaturfest am Buchmarkt in der Kornschütte Rede und Antwort, bevor sie Kostproben aus «Das Klavier auf dem Schillerstein» vorliest.

Datum und Ort
Eintritt

Pücklers einziger längerer Erzähltext, seit 1834 zum ersten Mal wieder aufgelegt. Der Leser wird mitgenommen auf eine Abenteuerreise durch das preußische Deutschland. Die Epoche: die Zeit zwischen Aufklärung und Romantik, Freiheitsdrang und Zensur. Der Held: ein Herzog verkleidet als Wandersmann mit dem seltsamen Namen Mischling. Er reist zu Fuß durch die Städte und Dörfer seiner Heimat, passiert alle Schichten der Gesellschaft und entwirft ein höchst originelles Panorama der Epoche. Er erlebt Sagenhaftes und Schauerliches, verdingt sich als Puppenspieler und beginnt – wie könnte es anders sein – allerlei Liebeshändel mit rätselhaften Damen. Am Ende lüftet sich unerwartet sein Geheimnis.

Eine Veranstaltung der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz gemeinsam mit dem Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher.

 

Datum und Ort
Eintritt

Gisela Kayser, die künstlerische Leiterin des Freundschaftskreises Willy-Brandt-Haus, spricht beim "Gespräch auf der Couch" im F3 - Freiraum für Fotografie mit der Fotografin Amélie Losier über deren neustes Buch SAYEDA. Frauen in Ägypten.
Wie in vielen arabischen Umbruchländern ist die Gesellschaft in Ägypten tief gespalten: Hier die revolutionäre Sehnsucht nach westlicher Prägung; dort das Streben nach streng-religiöser Restauration. Dabei gewinnt ein grundlegender Konflikt an Bedeutung: derjenige zwischen den Geschlechtern. Denn solange die Rechte der Frauen mißachtet werden, kann es keinen wirklichen gesellschaftlichen Fortschritt geben.Vor diesem Hintergrund ist die Fotografin Amélie Losier mehrfach nach Ägypten gereist, um mit der Kamera der Frage nachzugehen: Was bedeutet es heute, eine Frau in Ägypten zu sein? Sie traf die verschiedensten Frauen, portraitierte und interviewte sie. Ihre Fotos und Texte geben einen tiefen, facettenreichen Einblick in eine Welt jenseits der gängigen politischen Nachrichten.

Eine Initiative der Gesellschaft für Humanistische Fotografie

Datum und Ort
Eintritt

Neues zu einem der eigenwilligsten Klassiker der modernen Literatur 

Zu Beginn galt Robert Walser (1878-1956) als vielversprechendes schriftstellerisches Talent. Sein Prosa-Debut erschien 1904 beim Insel Verlag in Leipzig; weitere Bände folgten hier später bei Kurt Wolff. In Berlin verkehrte er im Kreis um Paul und Bruno Cassirer und brachte dort drei Romane heraus. Kollegen wie Hesse, Morgenstern, Kafka, Musil, Tucholsky oder Walter Benjamin gehörten zu seinen Bewunderern. 1913 in die Schweiz zurückgekehrt, verlor er während des 1. Weltkrieges jedoch zunehmend die Beziehung zum deutschen Buchmarkt, so dass er fortan gezwungen war, sich vorwiegend als Feuilleton-Autor durchzuschlagen. 1929 geriet er gegen seinen Willen in die Psychiatrie, ohne je wieder entlassen zu werden. Als er – schriftstellerisch schon lange verstummt – nach 27 Klinikjahren auf einem einsamen Spaziergang starb, schien sein Vergessen besiegelt. Ende der 1970er Jahre erlebte sein Werk jedoch eine grosse Renaissance, zu der auch die Rätselhaftigkeit seines Lebensschicksals beitrug.
Bernhard Echte hat über mehr als drei Jahrzehnte Zeugnisse zu Robert Walsers Biographie gesammelt und sie nun zu einem Band zusammengestellt, der mit viel Unbekanntem und Überraschendem aufwartet.Er berichtet aus dem Leben des Dichters, Verlagsmitarbeiterin Julia Knapp liest in verschiedenen Rollen aus den Werken Walsers. 

Datum und Ort
Eintritt

Buchpremiere in Berlin

Der Lyriker Norbert Hummelt erkundet in seinen Erzählungen Landschaften und Orte, literarische und historische Schauplätze. Wie war das seinerzeit, als halbwüchsiger Westbürger die DDR zu besuchen? Und der große Plattenladen von "Saturn" in Köln - was bedeutete dieses einstige Mekka gelebter Musik verglichen mit dem öden Schaulager elektronischer Bespaßungsgeräte heutiger Tage? Was verbirgt sich eigentlich hinter der Adresse "Blabber 1", an der Günter de Bruyn irgendwo im Brandenburgischen lebt? Unterwegs zu sein ist für diesen Autor eine kostbare Lebens- und Erkenntnisform, wobei es gleichgültig ist, ob er den Orten einstiger Familienausflüge in der Kindheit nachgeht oder durch die Allerweltsstraße flaniert, an der er heute in Berlin wohnt.

Norbert Hummelt, geboren 1962 in Neuss, studierte Germanistik und Anglistik in Köln und lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Er ist Lyriker, Übersetzer, Essayist und Autor von Radio-Features für verschiedene Sender. Zu seinen Gedichtbänden, die alle im Luchterhand Verlag erschienen sind, zählen z.B. "Pans Stunde" und "Fegefeuer". Norbert Hummelt wurde u.a. mit dem Rolf Dieter Brinkmann-Preis und dem Mondseer Lyrikpreis ausgezeichnet.

 
Datum und Ort
Eintritt

Norbert Hummelt erkundet in seiner Prosasammlung «Der Atlas der Erinnerung» Landschaften und Orte, literarische und historische Schauplätze.

Im Forum der Unabhängigen erzählt er über seine Streifzüge und liest aus der just zur Messe neu erschienenen Prosasammlung. 

«Die Anhänglichkeit an mein persönliches Eldorado, das zur Verbandsgemeinde Emmelshausen gehört und sich an der Landstraße bis heute mit dem magischen Ortsschild ‹Mermuth 1 km› ankündigt, kostete mich in den neunziger Jahren vielleicht eine Reise, die vielen verlockender er­scheinen dürfte. Als mich näm­lich der Leiter der Berliner Literaturwerkstatt bei einem Bier danach fragte, an welchem Ort in Europa ich jetzt am liebsten sein würde, fiel mir leider nur der Name jenes Dorfes ein, in dem mein Freund Günther, der Dribbelkönig von der Liegewiese, inzwischen Orts­bürgermeister war. Der Literaturmanager konn­te damit nichts anfangen; die richtige Antwort wäre Portugal gewesen, denn dorthin fuhr der Literaturexpreß, den er seinerzeit plante.» 

Aus: Meine andere Heimat

Datum und Ort
Eintritt

Seiten

Subscribe to RSS - Lesungen